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Studien des Instituts für Konfliktforschung IKF

Am IKF wurden vier Studien zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen veröffentlicht bzw. abgeschlossen, die auf der Website zum Download verfügbar sind. 

Die vom Bundeskanzleramt/Frauenressort sowie den Bundesministerien für Inneres und Justiz finanzierte „Untersuchung Frauenmorde – eine quantitative und qualitative Analyse“ umfasst zwei Ebenen. Zum einen wurde die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) der Jahre 2010 bis 2020 unter Einbeziehung männlicher und weiblicher Täter:innen und Opfer ausgewertet, und zwar sowohl unter Berücksichtigung sämtlicher Strafanzeigen als auch eingeschränkt auf familiäre Beziehungen mit und ohne Hausgemeinschaft. 

In einem zweiten Teil erfolgte die Erhebung und Analyse von Gerichts- und Staatsanwaltschaftsakten aus den Jahren 2016 bis 2020. Dabei wurden zunächst sämtliche Frauen- und Mädchenmorde unabhängig vom Geschlecht des Täters oder der Täterin in den Blick genommen und im Anschluss daran die als Femizide eingestuften Morde. Die Femizide betreffenden Akten wurden zudem einer qualitativen Analyse unterzogen, die einen Schwerpunkt auf Tätertypologien legte. 2024 beauftragten die Stadt Wien und das Land Steiermark ebenfalls Studien zu Femiziden in den beiden Bundesländern: "Femizide und Femizidversuche in Beziehungen. Qualitative Studie zu Gefährdungswahrnehmung und Hilfesuche in Wien" und "Femizidanalyse: Morde und Mordversuche an Frauen im Jahr 2023 in der Steiermark"

Die Untersuchung „Zwangsheirat in Österreich. Studie zur Betroffenheit von Jugendlichen“ wurde vom Österreichischen Integrationsfonds beauftragt und publiziert. Im ersten Halbjahr 2022 erfolgte eine österreichweite Onlinebefragung von in der Beratung tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kinder- und Jugendhilfe. Im Zentrum standen die im Jahr 2021 bearbeiteten Fälle von (vermuteter) Zwangsheirat; ergänzend wurden Themen wie Handlungsmöglichkeiten der Kinder- und Jugendhilfe, Schulungsbedarf u. Ä. angesprochen. Damit konnte die seit rund zehn Jahren gängige Schätzung von etwa 200 jährlich in Österreich betroffenen Mädchen und jungen Frauen bestätigt werden.

Symbolbild für aktuelle Information zum Thema Opferschutz.