Behandeln

Gewalt ist immer eine Grenzverletzung. Daher ist im Kontakt mit gewaltbetroffenen Menschen der achtsame Umgang mit Grenzen wichtig. Damit die gesundheitlichen Schäden der Patientinnen/Patienten so früh wie möglich erfasst und behandelt werden können, ist es wichtig, dass der Erstkontakt positiv erlebt wird. Das bedeutet, dass es einer Vertrauensbasis für Gespräch und Behandlung bedarf. Dabei obliegt es den behandelnden Krankenhausmitarbeiterinnen/-mitarbeitern, eine sichere, vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen und opferzentriert und wertschätzend vorzugehen. Verläuft dieser Erstkontakt gut, steigen die Chancen zur Bewältigung der erlittenen Gewalt und Heilung der Folgewirkungen.

Der Interventionsschritt „Behandeln“ umfasst

  • die Sicherstellung der medizinischen Erstversorgung gemäß Krankenhaus-Standard, 
  • im Bedarfsfall eine Weitervermittlung zu spezialisierter Behandlung/Intervention.
  • Im Verdachtsfall ist eine Wiedereinbestellung zur Kontrolle empfehlenswert.