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Kooperation und Vernetzung

Häusliche Gewalt ist ein gesellschaftsrelevantes Thema, dessen Lösung unweigerlich einer interinstitutionellen und interdisziplinären Zusammenarbeit bedarf. Kernaufgabe der Opferschutzgruppen ist der Aufbau eines spezifischen Netzwerkes mit Akteuren wie Polizei, Frauenhaus, Frauenhelpline u.a. 

In diesem Netzwerk gegen häusliche Gewalt muss zunächst die Kommunikation hergestellt werden. Erst wenn die Aufgaben, Ressourcen und auch Grenzen der beteiligten Institutionen transparent und akzeptiert sind, kann nach gemeinsamen Anknüpfungspunkten und damit Lösungen gesucht werden.

​​​​​​Etablierung eines Netzwerks

Wichtig ist die Vernetzung mit lokalen Unterstützungsangeboten wie Frauenhäusern, Gewaltschutzzentren, der Polizei etc. Die dort tätigen Mitarbeiter/-innen sind spezialisiert auf das Themenfeld und können als Fachleute sowohl in beratender Funktion als auch als Referentinnen/Referenten für Schulungen herangezogen werden. Unterstützend ist es auch, über die jeweiligen institutionellen Aufträge und Angebote informiert zu sein, sodass die Gewaltopfer gezielt an die richtigen Stellen verwiesen werden.

Die Expertinnen und Experten aus den verschiedenen Bereichen müssen in ein koordiniertes Vorgehen eingebunden werden. So können Synergien genutzt werden. Wirksame Prävention, Intervention und Nachbetreuung brauchen verschiedene parallel laufende Prozesse.

Weiterführend:

Liste der regionalen Kooperationspartner nach Bundesland

Profil, Know-how und Ressourcen

Kooperationspartner/-innen für die Mitglieder der Opferschutzgruppen sind die psychosozialen Expertinnen/Experten aus Gewaltschutzorganisationen und Polizei, aber auch Migrantinnen- und Behindertenorganisationen u. a. regionale Institutionen, die ihr spezifisches Know-how und ihre Ressourcen einbringen. Insgesamt zeichnen sich die Netzwerke gegen häusliche Gewalt durch große Heterogenität aus, was die Chancen für innovative Ansätze in der Bearbeitung der Gewaltfrage erhöht.

Viele dieser Institutionen sind Bausteine im Interventionsverlauf gegen häusliche Gewalt. Sicher stärker als bisher wird sich das Gesundheitswesen durch die Opferschutzgruppen explizit in bestehende Netzwerk einklinken und aktiv werden. Von einer regionalen Vernetzung und Zusammenarbeit vornehmlich auf Länderebene profitieren alle Beteiligten – sowohl die Institutionen als auch die Gewaltopfer.

Im Überblick sind hier Aufgabenprofile, Know-how und Ressourcen der Kooperationspartner sowie Informationen über die Grenzen einer Kooperation und Vernetzung nachzulesen:

Kooperationspartner: Aufgabenprofile, Know-how, Ressourcen und Grenzen